Mühlen von Kinderdijk

UIT NEDERLAND



Wageningen findet man auf einer Landkarte etwa 24km westlich von Arnhem, der Hauptstadt der Provinz Gelderland. Mit seinen ca. 33.000 Einwohnern hat Wageningen einen eher ländlichen Charakter. Nicht umsonst trägt sie auch den Namen "grüne Stadt". Wageningen liegt am Neder Rijn und beherbergt die einzige Landwirtschaftliche Universität (Wageningen University and Research Centre) des Landes.

Wie kommt man nach Wageningen?


Und wie kam ich nach Wagenigen?

Am 23. März machten wir uns auf den Weg nach Holland. Die Fahrt bis zur Grenze war sehr angenehm. Auch in Deutschland kamen wir bis etwa Nürnberg gut voran. Aber ab Nürnberg hatten wir dann immer wieder Stau und besonders im Ruhrgebiet kamen wir nur mehr langsam voran.
Also keine Spur von 180 km/h! Nach zwölf Stunden hatten wir aber endlich unser Ziel erreicht und die genaue Adresse zu finden war auch nicht schwierig, da die Studententürme schon von weitem zu erkennen sind.
Mein neues zu Hause: Rijnsteeg 15.
Der "Studententower" ist beinahe 30 Jahre alt und hat 17 Stockwerke. Jedes Stockwerk besteht aus drei Wohneinheiten (A, B und C) mit je 10 Zimmern. In Wageningen gibt es insgesamt 7 dieser Wohnheime. Die Kennzeichen von Rijnsteeg: das Pub "Beneden", 3 abenteuerliche Aufzüge, die Renovierungsbedürftigkeit, eine kleine Farm in der Nachbarschaft (mit 5 lautstarken Pfauen) und die Mäuse auf fast jedem Stockwerk.
Ich habe im fünfzehnten Stock gewohnt, mit einem herrlichen Ausblick auf Wageningen.
Und was erwartete uns an diesem Abend noch? Kein Essen, da es nach 22 Uhr unmöglich ist etwas zu Essen zu bekommen!

Am nächsten Morgen machten wir uns schon zu unserer ersten Erkundungstour auf, und welchen Ort besucht man in Holland wohl zuerst? Amsterdam!
Aber nicht per Auto, denn dazu gibt es in Amsterdam zu wenig Parkplätze! Wir fuhren also bis zu einem Park&Ride und von dort aus weiter mit der U-Bahn. Das ist sehr bequem und billig, den im Parkhaus bekommt man zwei kostenlose Tickets für die U-Bahn, und man kommt schnell an sein Ziel. Mehr über Amsterdam aber später.
In den nächsten zwei Tagen besuchten wir auch Rotterdam bzw. einen Teil des Hafens, Kinderdijk mit seinen 19 Windmühlen, Noordwijk aan Zee und Arnhem.

Am 27. März begann ich meinen ersten Arbeitstag auf der Uni - natürlich nicht ohne Pannen. Die Studentin, deren Zimmer ich für die 6 Monate übernommen hatte, hatte mir zwar ihr Fahrrad überlassen, aber das war für mich unbrauchbar. Außerdem war ich nicht in der Lage das Schloß aufzusperren.
Zu Fuß erreichte ich in etwa 30 Minuten den Tuinlaan, auf der anderen Seite der Stadt. Endlich dort angekommen, schickte man mich auf die Frage, wo denn das "Department of Food and Nutritional Sciences" wäre, zu einer falschen Adresse. Mit einer 3/4 Stunde Verspätung kam ich aber dann doch bei Arno an. Meine Kollegin Anjoeka wartete auch bereits auf mich. Mit ihr arbeitete ich in den nächsten Monaten zusammen.

Zu Beginn habe ich mich mit der Arbeit im Zellkulturlab vertraut gemacht. Wir haben hauptsächlich mit Zellinien gearbeitet. Die letzten beiden Monate wechselte ich dann wieder auf die HPLC um den Vitamin A Gehalt in verschiedenen Proben zu messen.